Geodäsie: Die Welt ist vermessen

Landvermessung zählte zu den spannendsten Aufgaben für abenteuerlustige Forscher seit der Antike. Unerhört wichtig war die Aufgabe ebenfalls, bildeten die Daten die Basis für Entwicklung und Fortschritt. Ohne Geodäsie gelänge der Strom nicht zum Verbraucher und es wären wohl auch weniger Straßen vorhanden. Heute betrachten Geodäten den Planeten von oben. Die Kartografie aus dem All ist längst fertiggestellt. Trotzdem gelingen immer genauere Messungen, die noch mehr Erkenntnis verschaffen. Die Aufgabe bleibt bis heute spannend.

Neue Verfahren ergänzen Lot und Messlatte

Aus dem All sind die Kameras zur Landvermessung herabgestiegen und speichern nun Aufnahmen aus wenigen Metern Höhe: In der Geodäsie kommen immer mehr Drohnen zum Einsatz. Was vielen Scherzbolden als Spielzeug dient und im gut sortierten Elektronik-Shop für jeden frei verfügbar ist, wandelt sich mit der richtigen Ausstattung zum wissenschaftlichen Forschungsgerät. Das eröffnet in der Geodäsie ganz neue Betrachtungsweisen. Auch dem Auftraggeber gegenüber sind Daten nun aufgearbeitet zu präsentieren. Und viele empfinden ein Bild als aussagekräftiger verglichen mit Höhenlinien und topografischer Darstellung.

Geodäsie berührt unterschiedliche Felder

Die Erde ändert ihr Antlitz täglich. Das erfordert regelmäßige Kontrolle der bereits erhobenen Informationen. Die Messungen erfassen Daten zu zwei Schwerpunkten: der allgemeinen Vermessung und der Bergvermessung. Letzteres dient vor allem der Förderung von Rohstoffen und der Beurteilung der Auswirkungen auf die Umgebung. Dafür ist eine abgeschlossene Berufsausbildung Voraussetzung. Wer weiter in die Materie eindringen möchte, wählt das Studium mit Bachelor- oder Masterabschluss. Dort erwirbt der Student das notwendige Wissen, um größere Zusammenhänge zu beurteilen. Ein Beispiel ist das Abschmelzverhalten der Gletscher und dessen Auswirkungen.

Geodäsie: Im Alltag immer dabei

Was Geodäsie leistet, erleben wir jeden Tag. Das Navi im Auto lenkt uns via GPS, praktisch jede Landkarte nutzt die Erkenntnisse der Landvermesser und es könnte kein Bauvorhaben ohne ihre Arbeit gelingen. Trotz der spannenden Aufgabenfelder sucht auch diese Branche nach Nachwuchs. Wer sich intensiver mit dem Thema beschäftigen möchte, nimmt Kontakt zu den entsprechenden Verbänden auf oder trifft die Anbieter direkt auf der Messe Intergeo in Berlin.

(Bildquelle: Titelbild © Thomas Maiwald • Fotolia.com)

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