Polar M600 Sport & Smartwatch Testbericht

Hält die neue Sport- und Smartwatch was Sie verspricht? Das wollte ich selbst testen und hab die Uhr 14 Tage lang im Eigenversuch getestet. Beim Laufen, Radfahren und auch beim Fußballtraining. Lohnt sich die Anschaffung der Polar M600? Hier unser Testbericht!

Zur allgemeinen Information: Die Uhr wurde nicht kostenlos zur Verfügung gestellt, sondern regulär gekauft und es gibt keinerlei finanzielle oder anderweitige Zuwendung durch Polar für unseren Test!

 

Das Warten auf die Polar M600 hat ein Ende

Nach Vorbestellung bei Polar erfolgte die Auslieferung mit kleiner Verzögerung (4 Tage hat dpd für die Zustellung benötigt) recht nah am angekündigten Termin. Da war die M600 nun – bereits sehnlich erwartet:

Polar M600 Sport- & Smartwatch Verpackung
Polar M600 Sport- & Smartwatch Verpackung

 

Das Design der Polar M600 Sport- & Smartwatch

Das Design ist sehr ansprechend und der Tragekomfort ist gut – etwas schwerer als die Uhr die ich sonst Trage, aber das ist nicht weiter störend. Schlicht und doch modern und futuristisch, da kann man durchaus von einem gelungenen Produktdesign sprechen. Dafür gibt es einen Daumen hoch!

Polar M600 Sportuhr Frontansicht
Polar M600 Sportuhr Frontansicht
Polar M600 Sportuhr Seitenansicht
Polar M600 Sportuhr Seitenansicht

Vor allem ist die Freude groß, dass eine vernünftige Herzfrequenzmessung nun auch ohne Brustgurt möglich ist. Dieser ist beim Radfahren wohl kein Problem, aber beim Laufen finde ich einen Brustgurt einfach lästig.

 

Bedienung der Polar M600 intuitiv?

Ich hatte davor kein Produkt von Polar und muss sagen, dass ich nach wenigen Minuten ganz intuitiv mit dem Produkt klar gekommen bin. Das bezieht sich auf den Bereich Sportuhr bzw. Trainingsuhr. Den Aspekt Smartwatch möchte ich bei diesem Testbericht noch außer Acht lassen – dazu gibt es in einigen Wochen einen separaten Bericht.

Die Optionen sind einfach und mit 2 Mal tippen kann das Sportprogramm schon starten. Ehrlich gesagt hat mich das erstaunt und wirklich positiv überrascht, denn ich hatte keine große Lust mich erst „einarbeiten“ zu müssen. Zum Glück war das auch nicht erforderlich. Wer im Umgang mit technischen Geräten nicht versiert ist, kommt damit sicher klar, wenn er das 1-2 Mal gemacht hat.

 

Polar M600 mit Polar Flow synchronisieren

Nach dem Training möchte man natürlich sehen was passiert ist. Einen kleinen Überblick bekommt man dazu bereits im wirklich sehr hochwertigen Display zu sehen. Wer tiefer in die Analyse einsteigen möchte, der sollte bzw. muss sich 2 Apps auf sein Smartphone/IPhone runterladen:
1. Android Wear App
2. Polar Flow App
Ist das passiert, kann man sehr einfach und schnell die Daten via Bluetooth auf sein Handy übertragen und dann detaillierte Berichte über Aktivität, Trainingseinheiten oder den Erholungsstatus einsehen. Den besten Überblick hat man direkt am Tablet oder Desktop PC auf https://flow.polar.com/ – denn dort stehen die meisten Daten zur Verfügung. Diese sind auch in Diagrammen übersichtlich aufgemacht.

Polar Flow M600 Training Tagebuch
Polar Flow M600 – Trainingstagebuch
Polar Flow M600 Training Erholungsstatus
Polar Flow M600 – Erholungsstatus

Woran es liegt, dass die Übertragung manchmal in Sekunden abgeschlossen ist und beim nächsten Mal lange lädt ist mir bisher noch ein Rätsel, aber falls ich es lösen kann, werde ich eine Info nachreichen.

 

Profile für verschiedene Sportarten

Als Standard sind auf der Sportuhr verschiedene Sportarten angegeben. Z.B. Laufen, Radfahren oder allgemein Sportart Indoor und Sportart Outdoor. Dies kann man allerdings zum einen später in der App differenziert zuordnen oder aber auch direkt weitere Sportarten auf der Uhr zur Auswahl verfügbar machen. Wer ein wenig rumprobiert hat das schnell raus und man kann das alles natürlich auch nachlesen. Für mich war nachlesen für die Nutzung nicht erforderlich.
BILD

 

Die Laufzeit der M600 – was leistet der Akku

Ein wichtiger Faktor für viele und daher auch oft diskutiert. In der Anwendung werden die von Polar genannten Zeiten gehalten. Allerdings habe ich das Display im Normalbetrieb abgeschaltet. Da es auf Bewegung reagiert schaltet es sich an, wenn ich das Handgelenk entsprechend wie beim Blick auf die Uhr üblich drehe. Das spart Energie und ich komme bei den üblichen Trainingseinheiten 3 Tage ohne Aufladen klar.

Da die Uhr allerdings schnell lädt, fände ich persönlich auch ein tägliches Laden nicht weiter dramatisch. Schön fände ich, wenn es für alle Geräte die am Markt sind und die über USB laden einen einheitlichen Stecker gibt – aber das bleibt wohl weiter nur ein frommer Wunsch.

 

Test der Polar M600 beim Halbmarathon

Wer gerne läuft – und das habe ich bereits vor der Anschaffung getan – der hat sicher wie ich seine Freude an der „Laufuhr“. Warum? Es motiviert einfach zu sehen, wie die Leistung war. Zu erkennen, wo ggf. die Schwächen liegen. Mir scheint es auch gesund zu sehen, wie fordernd das Programm ist, das man absolviert. Dauernd am Limit zu trainieren ist gerade bei ehrgeizigen Läufern zum Teil kontraproduktiv. In den Auswertungen sieht man gut, ob der Körper mit dem Training zurechtkommt oder man einen Gang hoch oder zurückschalten sollte.

Test Polar M600 Sportuhr beim Halbmarathon

 

Sie können den kompletten Lauf auch nacherleben: Test M600 beim Halbmarathon
Allein das wissen, dass die Leistung mitgeschrieben wird, spornt schon dazu an, sich besondere Mühe zu geben. Das sollte allerdings nicht übertrieben werden 🙂

 

Test der Polar M600 beim Fußballtraining

Wieviel läuft man eigentlich bei einem Fußballtraining und wie fordernd ist es? Das hat mich schon lange interessiert. Auch über die Geschwindigkeit bekommt man gute Informationen. Spannend wäre es sicher, wenn alle Spieler die Uhr tragen würden, um zu sehen wer sich fordert und wer sich schont. Die Nachbetrachtung fand ich auf jeden Fall sehr lustig – am besten sehen Sie selbst.

Test Polar M600 Sportuhr beim Fussballtraining

 

Sie können das Training auch nacherleben: Test M600 beim Fußballtraining

Regelmäßig würde ich die Uhr beim Fußballtraining jedoch nicht tragen. Bei einer doch recht robusten Spielweise in der Kreisklasse oder B-Klasse könnte die Uhr dann doch Schaden nehmen. Dafür sind mir dann die 350 € Anschaffungspreis zu hoch. Bei Spielen würde mich die Leistung auch interessieren – jedoch haben Schiedsrichter das Tragen abgelehnt. Vielleicht wäre es versteckt unter einem Schweißband möglich, aber einen Platzverweis wollte ich nicht riskieren.

 

Mit der Polar M600 den Aktivität und Schlaf analysieren

Auch diesen Modus wollte ich testen und habe die Uhr für einige Nächte getragen. Mir persönlich war das eher unangenehm, denn dafür scheint mir die Uhr etwas groß und ich empfand es durchaus als eher störend. Die Analyse ob mein Schlaf nun ruhig oder eher unruhig ist hat mich aber neugierig gemacht und darum wollte ich es ausprobieren. Gesamt waren die Ergebnisse jeden Tag relativ ähnlich und nicht immer mit dem eigenen Gefühl in Übereinstimmung. Letztlich vermute ich, dass nur gemessen wird, wie oft man sich im Schlafe dreht und wendet. Eine nette Idee, aber nach einem Test für mich nicht so relevant.

Polar Flow M600 Aktivitätsübersicht Schlafanalyse

 

Mein Fazit zur Polar M600 Sport- & Smartwatch

Ja, die Uhr ist nicht ganz billig, aber aus meiner Sicht ihr Geld wert. Wer kein Problem hat beim Laufen einen Brustgurt zu tragen, der hat mit der M400 von Polar sicher eine kostengünstige und ausreichende Alternative. Brustgurt wollte ich jedoch nicht.

Stand heute kann ich nur sagen: Ja, ich würde die Polar M600 Sport- und Smartwatch wieder kaufen.

Bald folgt ein Beitrag zu den Smartwatch Funktionen…

 

Verfasser: Andreas Bergmeier

 

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2 Gedanken zu „Polar M600 Sport & Smartwatch Testbericht

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