Buch oder E-Book?

Ohne Frage: Das E-Book wird immer erfolgreicher. Sogar in der öffentlichen Bücherei finden Sie zu bestimmten Themen mehr Titel als elektronisches Buch, denn als gedrucktes. Vielleicht ist die Zeit gekommen, aufzuhören, diese zwei Medien zu vergleichen. Sie sind anders und jedes auf seine Art attraktiv. Buchmessen spiegeln diesen Trend schon lange, indem sie dem E-Book nennenswerte Flächen einräumen. Die Literatur zeigt sich aufgeschlossen und Selfpublishing nimmt an Zahl zu. Erfolgreich.

Vorteile und Pluspunkte

Buch und E-Book sind zwei Welten und beide haben ihre Berechtigung. Besonders das gedruckte Wort, das einfach überall funktioniert und niemals eine Steckdose für den Betrieb benötigt. Wer will schon beim Campingsausflug das Gerät zum Laden stundenlang im Office abgeben oder auf Zugfahrten nach einem Stromanschluss fahnden? Ebenso ließe sich anders herum argumentieren: Gerade unterwegs möchten Sie viel lesen, aber wenig transportieren. Zehn oder mehr E-Books im Gepäck wiegen immer gleich viel. Vielleicht ist Strom vorhanden und verursacht keine Probleme. Sie lesen sogar ohne Lampe. Genau darin liegt der Gewinn, den Leseratten aus dem Medium ziehen. Lesen ist jetzt überall und unter allen Bedingungen machbar. Das Angebot weitet sich parallel dazu aus. Immer mehr Autoren drängen auf den Markt, die bei den traditionellen Verlagen nicht unterkommen konnten oder wollten. Das E-Book macht’s möglich und außer Fleiß sind die Herstellungskosten niedrig.

Mehr Lesevielfalt durch Buch & E-Book

Durch die Verschiebungen am Markt stehen heute Autoren auf der Angebotsliste, von denen wir früher nie etwas gelesen hätten. Den Verlagen ist keine Schuld zuzuschreiben. Im Vergleich zum E-Book fallen wesentlich höhere Kosten für die Veröffentlichung eines Buchs an. Auflagen in vierstelliger Höhe sind gut für ein E-Book, aber der Ruin für einen Verlag. Jungen Schriftstellern gelingt so der Einstieg in den Literaturbetrieb. Gleichzeitig erreichen viele über diesen Weg genau ihre Zielgruppe. Bei Trendthemen und Genre geschieht dies häufiger als mit Prosa. Als Verkaufsplattform bietet sich neben eigenen Vertriebswegen über die Homepage selbstverständlich Amazon an. Die erzielbaren Preise liegen vergleichsweise niedrig und der Bücherriese behält sich vor, den Verkaufspreis nach unten zu korrigieren oder ein Werk abzulehnen. Sind diese Hürden genommen, entscheidet der Verbraucher. Auf Messen wie der Leipziger Buchmesse stellen sich einige dieser Autoren vor. Mehr Informationen teilt der Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V. mit den Lesern, der regelmäßig Zahlen vorlegt. (http://www.buchmesse.de/images/fbm/dokumente-ua-pdfs/2016/buchmarkt_deutschland_2016_dt.pdf_58507.pdf)

 

(Bildquelle: Titelbild © Ermolaev Alexandr • Fotolia.com)

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