Abenteuer Berge: Vom Wandern bis zum Klettern

Deutschlands Bergwelt ist so einzigartig wie vielfältig. Hoch- und Mittelgebirge sind gut erschlossen und weisen ausgebaute Wanderwege und Klettertouren auf. Die Bandbreite reicht vom Bergwandern mit mehr oder weniger hohem Kletteranteil bis zur hochalpinen Gipfelbesteigung.

Eine Bergwanderung ist kein Spaziergang

Die Berge ziehen Menschen aller Altersstufen an. Wandern und Klettern machen die Landschaften auf natürliche Art erlebbar. Das Wandern in der Gruppe gilt im Allgemeinen als sicherer als ein Alleingang. Wichtig ist, dass ein ortskundiger Bergführer die Gruppe begleitet. Wenigstens einer sollte Erste Hilfe leisten können und die relevanten Notsignale beherrschen. Das gilt umso mehr, je anspruchsvoller die Strecke verläuft. Entlang ausgeschilderter Wanderwege orientieren Sie sich selbst und meist gefahrlos. Im Hochgebirge kann das Wissen um den Weg zur nächsten Hütte das Überleben sichern. Tourenvorschläge erhalten Sie bei der Tourist Information oder dort, wo Sie Unterkunft beziehen. Gut informieren können Sie sich auf der Webseite des Deutschen Alpenverein (DAV) www.alpenverein.de.

Leistungssport Berg

Die in hohen Lagen ungewohnt dünne Luft und anspruchsvolle Steigungen fordern dem Körper Höchstleistungen ab. Nur wer geübt ist, geht in die Berge. Wer zu Hause im Flachland mehrere Stunden zügig wandert, sollte vor der ersten Bergtour seine individuelle Eignung prüfen. Trittsicherheit und fehlende Höhenangst sind gute Bedingungen. Beim Klettern ist auch die Kraft der Arme entscheidend. Wer hier nicht mithält, bremst die ganze Gruppe aus. Besser ist es, langsam anzufangen und sich später zu steigern. Auch ohne Kletterpartien im höchsten Schwierigkeitsgrad bieten die Berge spannende Erlebnisse vor traumhafter Kulisse. Eine Gratwanderung oder der Aufstieg zu kristallklaren Bergseen kann zugleich fordern wie entspannen.

Bergwandern im Mittelgebirge

Ungefähr ab dem Harz beginnt die Bergwelt Deutschlands. Die Mittelgebirge und ihre Höhenzüge gelten als idealer Einstieg. Wanderwege sind zum Teil anspruchsvoll und beinhalten kurze Kletterpartien, die noch ohne Seil zu überwinden sind. Bekannte Wanderrouten wie der Rennsteig in Thüringen sind entlang der Strecke mit Unterkünften ausgestattet und erlauben mehrtägige Wanderungen für die ganze Familie. Viele Regionen stehen unter Naturschutz oder waren wie der Brocken über Jahre für die Öffentlichkeit gesperrt. Eine scheinbar unberührte Natur eröffnet sich dem Wanderer. Tiefe Wälder und gute Fernsicht auf dem Gipfel entlohnen für alle Anstrengungen. Weiter südlich in Richtung Alpen wird das Angebot anspruchsvoller.

Kletterparadies Alpen

Für eine Alpenüberquerung zu Fuß müssen Sie schon einige Tage einplanen. Dann entscheiden Sie sich für eine Route durch die Täler oder für den »direkten« Weg. Je nachdem, welche Schwierigkeitsgrade Sie bewältigen. In der Region ist der Deutsche Alpenverein besonders aktiv und stellt Übernachtungsmöglichkeiten in Berghütten zur Verfügung. Für seine Mitglieder hält der Verein wertvolle Informationen bereit und berät auf der Suche nach passenden Touren. Alternativ dazu finden sich auch Reiseveranstalter, die spezielle Kletterreisen samt Unterkunft, Verpflegung und Gepäcktransfer anbieten. So bequem kann Bergwandern sein. Rund um das Thema Klettern finden Sie auf www.kletterszene.com gute Artikel und Informationen.

Höhenrausch am Klettersteig

Anstelle einer mehrtägigen Exkursion erleben Sie herrliche Tage auf Klettersteigen, die regelmäßig gepflegt und auf ihre Sicherheit hin überprüft werden. Um die Höhe zu überwinden, sind Leitern, Tritte, Ketten und Eisenklampfen vorgesehen. Zum Teil ist der Kletterer in einer Seilschaft gesichert oder am Drahtseil. Die Anforderungen beginnen bei »wenig schwierig« (A) und reichen bis »mehr als extrem schwierig« (F). Für leichte Touren ist schon geringe Fitness ausreichend. Die Schwierigkeitsstufe F erfordert vom Kletterer gutes Können, eine Klettersteigausrüstung und vor allem Kraft in den Armen. Die Sicherung durch ein Toprope wird empfohlen.

Freeclimbing und Bouldern

Immer wieder erlangen Klettertechniken in der Szene besondere Aufmerksamkeit. Freeclimbing ist eine Disziplin, die der Kletterer zunächst in speziell präparierten Hallen erlernt. Die Sportart ist flächendeckend in der ganzen Bundesrepublik beliebt. Bouldern, also das Klettern an steilen Felsen mit nur wenigen Handgriffen, heißt der aktuelle Trend. In der Natur sind nicht alle Felsen dafür geeignet. An den Hot Spots stellen sich besonders am Wochenende und bei gutem Wetter zahllose Kletterfreunde ein.

Berge – abenteuerlich und erholsam

Wer die heimischen Gebirge nur aus der Wintersaison kennt, wird überrascht sein von der Vielfalt der Natur unter dem Schnee. Zwischen weit auseinanderliegende Ortschaften und auf ungestörten Pfaden bleibt der Alltag schon nach wenigen Schritten zurück. Für ambitionierte Outdoorsportler halten die Berge ebenso viele Herausforderungen bereit, wie für den gemächlichen Wanderer.

Messe für Outdoor Freunde

Neue und innovative Produkte und Leistungen für den Outdoorbereich stellen Firmen jährlich auf der Outdoor Friedrichshafen vor. Die Messe ist einem Fachpublikum vorbehalten, aber unsere Kollegen von Messeblick.TV sind vor Ort und berichten über Highlights und Trends: www.messeblick.tv/2017/outdoor.html – damit Sie hautnah mit dabei sein können 🙂

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